Welttag gegen Desertifikation und Dürren - Restore the land. Unlock the opportunities.

Auf dem Erdgipfel von Rio 1992 wurde die Wüstenbildung  (Desertifikation) zusammen mit dem Klimawandel und dem Verlust der biologischen Vielfalt als die größte Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung bezeichnet. Zwei Jahre später gründete die Generalversammlung das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) ein rechtsverbindliches internationales Übereinkommen, das Umwelt und Entwicklung mit nachhaltiger Landbewirtschaftung verbindet, und erklärte den 17. Juni zum „Welttag gegen Wüstenbildung und Dürre“  Der “Desertification and Drought Day - DDD”  wird jedes Jahr begangen, um die Öffentlichkeit für die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung der Wüstenbildung zu sensibilisieren.

Jedes Jahr wird ein Land ausgewählt, das die weltweiten Feierlichkeiten zum Tag gegen Wüstenbildung und Dürre ausrichtet. Das Gastgeberland arbeitet mit dem UNCCD-Sekretariat zusammen, um ein Programm von Aktivitäten zu organisieren, das sich an politische Entscheidungsträger, andere wichtige Interessengruppen und die breite Öffentlichkeit richtet, um die Ziele des Tages zu unterstützen. Letztes Jahr war Deutschland als Sitzstaat der UNCCCD Gastgeber der zentralen Veranstaltung.

Dieses Jahr ist Kolumbien der Gastgeber.  Zusätzlich zu der Hauptveranstaltung organisieren Länder und Communities auf der ganzen Welt Aktivitäten.

In diesem Jahr steht der DDD unter dem Motto „Restore the land, unlock the opportunities“.

Dieses Motto unterstreicht die Wichtigkeit von Investitionen in nachhaltiges Landmanagement und Landdegradationsneutralität (SDG 15.3) und die Rendite, die sich aus Investitionen aus öffentlichen und privaten Mitteln in die Wiederherstellung von Ökosystemen ergeben. Die Wiederherstellung von Ökosystemen ist ein gewinnbringendes “Geschäftsmodell” mit positiven Renditen.  Die Leistungen von stabilen und funktionierenden Ökosystemen helfen auch, die negativen Auswirkungen von Dürreereignissen abzupuffern und die Resilienz gegenüber solchen Ereignissen zu erhöhen. Es ist erwiesen, dass jeder Dollar, der in die Wiederherstellung von geschädigtem Land investiert wird, zu einem wirtschaftlichen Nutzen von 7 bis 30 Dollar führt.

Die Economics of Land Degradation (ELD) Initiative, deren Sekretariat beim SV Resiliente Ländliche Räume der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) angesiedelt ist, unterstützt diese Investitionen, ausgestattet mit einem Mandat der UNCCD, mit ökonomischen Daten und Expertise aus einem Netzwerk von Ökonomen und Entscheidern.

Hier finden Sie weitere Informationen (englisch) auf der Seite der UNCCD

Bodenaktionstag bei Bonns 5ter

Am 17. Juni 2025 fand an der inklusiven Gesamtschule Bonns 5te ein besonderer Tag im Zeichen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes statt: Der Bodenaktionstag zum Welttag gegen Wüstenbildung und Dürre. Dieser Tag wird alljährlich genutzt, um die Bedeutung gesunder Böden für unser Leben zu zeigen und das Bewusstsein für nachhaltiges Landmanagement zu stärken.

Bonns 5te: Vorreiterin als „Land Friendly School“ 

Im vergangenen Jahr wurde Bonns 5te als erste „Land Friendly School“ von der UNCCD (United Nations Convention to Combat Desertification) ausgezeichnet – eine besondere Anerkennung für das Engagement der Schule im Bereich nachhaltige Landnutzung: 

Mit dem Schulacker wird den Schülerinnen und Schülern ein weiterer Lernort angeboten. Das Jahresprogramm umfasst neben der praktischen Arbeit auf dem Acker auch theoretische Bausteine, in denen sich die Schülerinnen und Schüler u.a. mit Themen wie Boden, Kompost und Mulch, Pflanzenschutz aber auch mit den globalen Zusammenhängen von Produktion und Konsum auseinandersetzen sowie den Zusammenhängen zwischen gesundem Boden und Klimaschutz. 
Im Rahmen dieser Auszeichnung erhielt die Schule vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Gutschein für einen Bodenaktionstag, der nun eingelöst wurde.

Ein Tag voller Aktivitäten und Naturerlebnisse

Der Tag begann mit einer gemeinsamen Baumpflanzung auf dem Schulacker. Mitarbeitende der UNCCD, des BMZ sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erklärten eindrucksvoll, warum gesunde Böden so wichtig sind. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ wurde deutlich, dass Solidarität und Freundschaft über Grenzen hinweg möglich sind. Die UNCCD plant, weltweit weitere Schulen als “Land Friendly Schools” auszuzeichnen.

 

 

Mark Schauer von der GIZ überreichte den Schülerinnen und Schülern im Namen des BMZ eines Kirschbaum. Der Baum symbolisiert nicht nur Hoffnung und Wachstum, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für einen gesunden Boden: Seine Wurzeln halten die Erde fest, Wasser und Nährstoffe bleiben dort, wo sie gebraucht werden, und er bietet Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Zudem speichert er Kohlendioxid, das größte Treibhausgas, und trägt so zum Klimaschutz bei.

Kerstin Henke, Expertin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im BMZ, zeigte sich begeistert vom Engagement der Schulgarten-AG, der Schülerinnen und Schüler und des Lehrerkollegiums: „Ich finde es wunderbar, dass ihr hier die Möglichkeit habt, auf dem Schulacker zu arbeiten und voneinander und mit der Natur zu lernen“. Sie betonte die Bedeutung von nachhaltigem Landmanagement, bei dem die Natur so genutzt wird, dass sie auch in Zukunft gesund bleibt. Dabei geht es darum, Felder, Wälder und Wiesen so zu bewirtschaften, dass Tiere, Pflanzen und Menschen profitieren, ohne die Umwelt zu schädigen. “Der Baum wird euch durch eure Schulzeit begleiten, wachsen und mit leckeren Kirschen versorgen.”

Lernen und Mitmachen

Anschließend verwandelte sich der Schulhof in eine interaktive Lernlandschaft rund um das Thema Boden. Die Schülerinnen und Schüler konnten an verschiedenen Stationen experimentieren, ihr Wissen testen und kreativ werden.

Fazit: Jeder Beitrag zählt!

Der Bodenaktionstag hat gezeigt: Jeder Beitrag zählt – und das Engagement der Schülerinnen und Schüler von Bonns 5te ist ein großartiges Beispiel dafür, wie nachhaltige Entwicklung im Alltag gelebt werden kann.

Ansprache der Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Katja Dörner, anläßlich des Welttages gegen Wüstenbildung und Dürre

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