Die UN hat im Jahr 2010 die "Dekade für Wüsten und die Bekämpfung der Wüstenbildung“ ausgerufen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Desertifikation und ihrer Bekämpfung.

Aktiv im Kampf gegen die Desertifikation

Als Beitrag zur Internationalen Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) hat Deutschland 1999 das „Konventionsprojekt Desertifikationsbekämpfung“ (CCD-Projekt) unter dem Dach der GIZ gestartet. Das Projekt hat seine Arbeit ausgeweitet und daher auch seinen Namen geändert: das  Sektorvorhaben Bodenschutz, Desertifikation und Nachhaltiges Landmanagement (SV BoDeN)  entwickelt nicht nur Konzepte und Instrumente zur Umsetzung der Konvention, sondern nimmt sich auch der Themen der Landdegradierung im allgemeineren Sinne an. Es berät das BMZ im internationalen Politikdialog und arbeitet eng mit internationalen Einrichtungen wie dem UNCCD-Sekretariat in Bonn, dem Global Mechanism (GM) und der Globalen Umweltfazilität (GEF) zusammen. In ausgewählten Partnerländern unterstützt das GIZ-Projekt innovative Ansätze zur nachhaltigen Landnutzung.

Die Ziele der Konvention der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) lassen sich nur erreichen, wenn alle relevanten staatlichen und nichtstaatlichen Akteure an ihrer Umsetzung mitwirken. Die Verankerung der Konventionsinhalte und -leitlinien in allen relevanten nationalen Politikbereichen und in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist deshalb ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des SV BoDeN der GIZ.

Ein weiterer wichtiger Bereich der Desertifikationsbekämpfung ist die Sensibilisierung der Bevölkerung in den nicht direkt betroffenen Ländern. Das SV BoDeN informiert daher nicht nur politische Entscheidungsträger, sondern auch die Fach- und die breitere Öffentlichkeit in Deutschland und anderen Geberländern.

Desertification and Drought Day 2021

Boden gutmachen. Land. Aufschwung. Wir starten neu - für eine bessere Zukunft

Unter dem diesjährigen Slogan „Restoration. Land. Recovery. We build back better.” macht die UNCCD anlässlich des Welttages gegen Desertifikation und Dürre auf die Zusammenhänge zwischen der Wiederherstellung von degradiertem Land und wirtschaftlichem Aufschwung aufmerksam.

Ein großer Teil der Bevölkerung im globalen Süden lebt von der Landwirtschaft. Die fortschreitende Degradation von Böden verbunden mit zunehmender Wasserknappheit nimmt vielen Menschen besonders in den ländlichen Gebieten die Lebensgrundlage.

„Die Wiederherstellung von Land kann einen großen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung nach COVID-19 leisten. Investitionen in die Landrestaurierung schaffen Arbeitsplätze und generieren wirtschaftliche Vorteile und könnten in einer Zeit, in der hundert Millionen Arbeitsplätze verloren gehen, den Lebensunterhalt sichern.“, so Ibrahim Thiaw, Exekutivsekretär der UNCCD.

Nicht nur der Mensch profitiert: Die Wiederherstellung von geschädigten Ökosystemen hat einen positiven Einfluss auf den Klimawandel und stärkt die Natur gegen Katastrophen und extreme Wetterereignisse wie Waldbrände, Dürren, Überschwemmungen und Sandstürme.  Die Wiederherstellung natürlicher Landschaften reduziert auch den engen Kontakt zwischen Wildtieren und menschlichen Siedlungen und schafft so einen natürlichen Puffer gegen zoonotische Krankheiten - ein wichtiger Aspekt in Anbetracht der globalen Pandemie.

Landdegradationsneutralität, wie in SDG 15.3 gefordert, stellt auch eine Möglichkeit dar, die ökonomischen Auswirkungen von Covid-19 zu mindern und sichert auf lange Sicht das Überleben auf unserem Planeten. Andrea Meza, Ministerin für Umwelt und Energie von Costa Rica, dem diesjährigen Gastgeber des Welttages ruft entsprechend auf: „Am Tag der Wüstenbildung und der Dürre fordere ich uns alle auf, alles daran zu setzen, unser Land wiederherzustellen. Wir alle sind gefragt, weil wir alle an der Zukunft unseres Planeten beteiligt sind.“

Der Welttag wird dieses Jahr online begangen und bietet ein ganztägiges Programm mit internationalen Talenten und einer Vielzahl spannender Veranstaltungen. Das Programm wird über Facebook, YouTube und Twitter ausgestrahlt.

Mehr Informationen zum Thema unter

https://www.unccd.int/actions17-june-desertification-and-drought-day/2021-desertification-and-drought-day

https://www.bmz.de/de/themen/boden/index.html

Nachhaltiges Landmanagement international verankern

 

UN-Generalsekretär ernennt Ibrahim Thiaw aus Mauretanien zum neuen Exekutivsekretär der UNCCD

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach Rücksprache mit dem Büro der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der UN zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) die Ernennung von Ibrahim Thiaw aus Mauretanien zum nächsten Exekutivsekretär der UNCCD angekündigt.

Er wird die Nachfolge von Monique Barbut aus Frankreich antreten, der der Generalsekretär für ihr herausragendes Engagement und ihren engagierten Einsatz für die Organisation dankt.

Ibrahim Thiaw bringt fast 40 Jahre Erfahrung in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Umweltmanagement und Management natürlicher Ressourcen mit. Derzeit ist er Sonderberater des Generalsekretärs für die Sahelzone.

Vor dieser Position war er von 2013 bis 2018 stellvertretender Exekutivdirektor des Umweltprogramms der UN (UNEP), wo er eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der strategischen Vision, der mittelfristigen Strategie und des Arbeitsprogramms der Organisation gespielt hat.

Vor seinem Eintritt in das UN-System arbeitete Thiaw bei der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen (IUCN) als Regionaldirektor für Westafrika und später als stellvertretender Generaldirektor. Er begann seine Karriere in seinem Heimatland Mauretanien, wo er 10 Jahre lang im Ministerium für ländliche Entwicklung tätig war. Er hat einen Hochschulabschluss in Forstwirtschaft und forstwirtschaftlichen Produkttechniken.

Weitere Informationen auf der Website der UNCCD

 

Die Weltbevölkerung wächst 
und Nahrung wird knapp.
Trotzdem zerstören wir unseren Boden - den Grund unseres Lebens! 
Woran liegt das? Und was können wir dagegen tun? 

www.grund-zum-leben.de