Die UN hat im Jahr 2010 die "Dekade für Wüsten und die Bekämpfung der Wüstenbildung“ ausgerufen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Desertifikation und ihrer Bekämpfung.

Aktuelle Meldungen

World Day to Combat Desertification 2019

"Let's grow the future together"

Zum 25jährigen Bestehen der Konvention  zur Bekämpfung der Desertifikation und der Dürre ruft der Exekutivsekretär der UNCCD Ibrahim Thiaw am diesjährigen Weltwüstentag (#2019 WDCD) alle Menschen auf, gemeinsam an ihrer Zukunft zu arbeiten, die notwendigen Veränderungen von unten her anzutreiben, Entscheidungen zu treffen und Anstrengungen zu unternehmen –  ob privat oder beruflich ­–  in der Produktion wie im Konsum, unser aller Land zu schützen und zu rehabilitieren.

Man solle an diesem Tag drei Dinge bedenken: Es geht nicht nur um Sand; nicht um ein Problem, das unbemerkt wieder verschwinden wird und es ist nicht nur das Problem der Anderen. Dieser Tag ist dem Schutz und der Wiederherstellung jener dünnen und allzu verwundbaren Schicht gewidmet, die nur ein Drittel der Erdoberfläche bedeckt und doch mit entscheidend dafür sein wird, ob sich die Krisen hinsichtlich der Biodiversität und des Klimas zuspitzen oder umkehren werden. Das macht es zum Problem all jener, die essen, trinken und atmen möchten, die – in der Stadt oder auf dem Land – in Sicherheit leben möchten, die auf den Nutzen der Technologie, Medizin und Infrastruktur zurückgreifen wollen und sich gleichen Zugang zu Arbeit, Bildung und Erholung wünschen. Also all jener, die leben möchten.

Vor 25 Jahren hat die internationale Gemeinschaft die zentrale Bedeutung, die unserem Boden nicht nur für das Klima und die Biodiversität zukommt, offiziell anerkannt, indem sie das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (United Nations Convention to Combat Desertification, UNCCD) ins Leben rief. Seitdem haben 196 Staaten und die Europäische Union dieses Übereinkommen zu einer koordinierten Vorgehensweise für eine nachhaltige Landnutzung unterzeichnet.

Gastgeber der offiziellen Feierlichkeiten wird dieses Jahr die Regierung der Türkei sein.

Mehr Informationen zum Thema unter

https://www.unccd.int/actions/17-june-world-day-combat-desertification

http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2019/juni/190614_pm_034_Minister-Mueller-zum-Internationalen-Tag-gegen-Wuestenbildung/index.html

www.bmz.de/de/themen/boden/index.html 

UN-Generalsekretär ernennt Ibrahim Thiaw aus Mauretanien zum neuen Exekutivsekretär der UNCCD

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach Rücksprache mit dem Büro der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der UN zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) die Ernennung von Ibrahim Thiaw aus Mauretanien zum nächsten Exekutivsekretär der UNCCD angekündigt.

Er wird die Nachfolge von Monique Barbut aus Frankreich antreten, der der Generalsekretär für ihr herausragendes Engagement und ihren engagierten Einsatz für die Organisation dankt.

Ibrahim Thiaw bringt fast 40 Jahre Erfahrung in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Umweltmanagement und Management natürlicher Ressourcen mit. Derzeit ist er Sonderberater des Generalsekretärs für die Sahelzone.

Vor dieser Position war er von 2013 bis 2018 stellvertretender Exekutivdirektor des Umweltprogramms der UN (UNEP), wo er eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der strategischen Vision, der mittelfristigen Strategie und des Arbeitsprogramms der Organisation gespielt hat.

Vor seinem Eintritt in das UN-System arbeitete Thiaw bei der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen (IUCN) als Regionaldirektor für Westafrika und später als stellvertretender Generaldirektor. Er begann seine Karriere in seinem Heimatland Mauretanien, wo er 10 Jahre lang im Ministerium für ländliche Entwicklung tätig war. Er hat einen Hochschulabschluss in Forstwirtschaft und forstwirtschaftlichen Produkttechniken.

Weitere Informationen auf der Website der UNCCD

 

Aktiv im Kampf gegen die Desertifikation

Als Beitrag zur Internationalen Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) hat Deutschland 1999 das „Konventionsprojekt Desertifikationsbekämpfung“ (CCD-Projekt) unter dem Dach der GIZ gestartet. Das Projekt hat seine Arbeit ausgeweitet und daher auch seinen Namen geändert: das  Sektorvorhaben Bodenschutz, Desertifikation und Nachhaltiges Landmanagement (SV BoDeN)  entwickelt nicht nur Konzepte und Instrumente zur Umsetzung der Konvention, sondern nimmt sich auch der Themen der Landdegradierung im allgemeineren Sinne an. Es berät das BMZ im internationalen Politikdialog und arbeitet eng mit internationalen Einrichtungen wie dem UNCCD-Sekretariat in Bonn, dem Global Mechanism (GM) und der Globalen Umweltfazilität (GEF) zusammen. In ausgewählten Partnerländern unterstützt das GIZ-Projekt innovative Ansätze zur nachhaltigen Landnutzung.

Die Ziele der Konvention der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) lassen sich nur erreichen, wenn alle relevanten staatlichen und nichtstaatlichen Akteure an ihrer Umsetzung mitwirken. Die Verankerung der Konventionsinhalte und -leitlinien in allen relevanten nationalen Politikbereichen und in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist deshalb ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des SV BoDeN der GIZ.

Ein weiterer wichtiger Bereich der Desertifikationsbekämpfung ist die Sensibilisierung der Bevölkerung in den nicht direkt betroffenen Ländern. Das SV BoDeN informiert daher nicht nur politische Entscheidungsträger, sondern auch die Fach- und die breitere Öffentlichkeit in Deutschland und anderen Geberländern.

Die Weltbevölkerung wächst 
und Nahrung wird knapp.
Trotzdem zerstören wir unseren Boden - den Grund unseres Lebens. 
Woran liegt das? Und was können wir dagegen tun? 

www.grund-zum-leben.de

Land & Boden

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