Faktensammlung: Versalzung

  • Landwirtschaftliche Bewässerungstechniken trugen bisher zur Vernichtung fruchtbaren Ackerlandes bei und führten zur immensen Ausdehnung großer Flächen versalzener und stauwasserbeeinflußter Böden. Die Asiatisch-Pazifische Region ist für zirka 75% aller vom Menschen herbeigeführten Versalzungen in ariden, semiariden und trockenen, subfeuchten Gebieten - den sensiblen Trockengebieten - weltweit verantwortlich (UNEP 1997). Mitte der Achtziger Jahre verursachten Pakistan, Indien und China für sich allein schon zirka 50% der weltweiten Versalzungen von bewässerten landwirtschaftlichen Nutzflächen (Postel 1989). Es ist bekannt, daß die Salzanreicherung in Böden in Pakistan zu einem dreißigprozentigen Rückgang der Ernteerträge geführt hat (Worldwatch Institute 1997) (in: UNEP 1999).
  • Die vom Menschen verursachte Versalzung und Alkalisierung betrifft annähernd 50% aller bewässerten Flächen in ariden und semiariden Gebieten (Abrol et al. 1988). Nach Szabolcs (1976) treten sie in einer bzw. in mehreren der folgenden Konstellationen auf: 1) Salzanreicherung aufgrund der schlechten Qualität des Bewässerungswasser, 2) Anstieg des Grundwasserspiegels: a) der Salzgehalt des Grundwassers kumuliert in tieferen Schichten; b) das ansteigende Grundwasser transportiert Salz aus den tieferen Bodenschichten an die Oberfläche; c) der ansteigende Grundwasserspiegel verhindert die Auswaschung des Bodens und 3) ineffiziente Drainagesysteme in bewässerten Böden.
  • Die Versalzung bewässerter Flächen betrifft 7,18% in den Trockengebieten Asiens (Kharin et al. 2000).
  • Versalzung als Hauptursache für die Bodendegradation auf bewässerten Flächen betrifft zirka 42,5% der westasiatischen Wüstengebiete (Harahsheh und Tateishi 2000). Etwa 2 Mio. Hektar kultivierter Flächen in Saudi Arabien und 33,6% in Bahrein sind moderat versalzen (FAOSTAT 2001). Versalzung und Überflutung betreffen 8,5 Mio. Hektar bzw. 64% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche im Irak, während dort 20 bis 30% der Bewässerungsflächen aufgrund von Versalzung aufgegeben wurden (Abul- Gasim et al. 1998). Mehr als 50% der bewässerten Flächen in den Euphratebenen Syriens und Iraks sind schwerwiegend von Versalzung und Überflutung betroffen (UNESCWA 1997) (in: UNEP 2002a).

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  • Ausmaß der Versalzung in Afrika (GLASOD 1990 in: UNEP 1997)

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