Die UN hat im Jahr 2010 die "Dekade für Wüsten und die Bekämpfung der Wüstenbildung“ ausgerufen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Desertifikation und ihrer Bekämpfung.

Aktuelle Meldungen

World Day to Combat Desertification 2016

Landressourcen sind Basis für Nahrungsmittel und viele unserer unverzichtbaren Konsumgüter wie Kleidung. Gleichzeitig schreitet die Degradierung unserer Böden - vor allem aufgrund nicht nachhaltiger Landnutzung - weiter voran. Seit 1995 widmet die UNCCD dem Schutz unserer Landressourcen den World Day to Combat Desertification (Welttag für die Bekämpfung der Wüstenbildung und der Dürre). Der Welttag findet jährlich am 17. Juni statt. Er wird in diesem Jahr mit einem großen Festakt unter dem Motto Protect Earth. Restore Land. Engage People. in Beijing, China, begangen. Der Welttag wird jedoch nicht nur in China, sondern weltweit mit Aktionen gefeiert.

© GIZ / Thomas Imo/photothek.net

Im Mittelpunkt der diesjährigen Festlichkeiten steht die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs), in denen erstmalig explizit der Schutz von Böden verankert ist. Das Unterziel 15.3 enthält das Kon­zept der Landdegradationsneutralität (LDN-Ziel), welches anstrebt, die Gesamtmenge gesunder Böden zu erhalten und zu erhöhen. Deutschland unterstützt das Sekretariat der UNCCD bei der Umsetzung der internationalen Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung sowie der SDGs und setzt sich im Rahmen verschiedener Vorhaben weltweit für den Bodenschutz ein. In Deutschland wurde beispielsweise das Boden-Netzwerk "Boden. Grund zum Leben" ins Leben gerufen, das sich für Schutz und Erhalt von fruchtbaren Böden hierzulande einsetzt.

 

Weitere Informationen:

http://www.unccd.int/en/programmes/Event-and-campaigns/WDCD/Pages/default.aspx

http://www.grund-zum-leben.de/partner/

https://www.giz.de/fachexpertise/html/2560.html

 

Diskussionsreihe „Bonn und die Welt“: Wenn die Wüste wieder grün wird – Dürre erfolgreich bekämpfen

Einladung zur Diskussion am Mittwoch, 18. Mai 2016, von 18 bis 20 Uhr bei der GIZ in Bonn (Friedrich-Ebert-Allee 36, 53113 Bonn)

 

 

© GIZ 

Seit der verheerenden Dürre in den achtziger Jahren hat sich in Äthiopien vieles zum Besseren gewendet. Dennoch bleibt es angesichts einer wachsenden Bevölkerung und der Folgen des Klimawandels weltweit eine Herausforderung, durch nachhaltige Landwirtschaft fruchtbare Böden zu erhalten. Ein Beispiel, wie es gelingen kann, die Wüste wieder grün zu machen und ausgelaugte Böden für den Ackerbau zurückzugewinnen, zeigt sich im Hochland Äthiopiens. In Tigray, der nördlichsten Region des Landes teilen die Bauern miteinander ihre Erfahrungen, wie sie trotz der herrschenden Dürre den Anbau verbessern und die Ernte steigern können – systematisch und flächendeckend. So erhöhen sie ihr Einkommen und können neue Lebensperspektiven entwickeln.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ gemeinsam mit der äthiopischen Regierung Bauern in 177 Distrikten dabei, der Erosion von Böden entgegenzuwirken und ihre Äcker nachhaltig zu bewirtschaften.

Wie die Lösungen konkret aussehen und welchen Beitrag die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele dabei leisten können, darüber soll gesprochen werden  – bei der Diskussion „Wenn die Wüste wieder grün wird“ in der Reihe „Bonn und die Welt“ von General-Anzeiger und GIZ, zu der Sie herzlich einladen sind.

 

 

Die Gäste:

Dr. Johannes Schoeneberger (GIZ) setzt sich in Äthiopien dafür ein, die Lebensbedingungen von Kleinbauern zu verbessern.

Dr. Alexander Erlewein arbeitet bei der UNCCD an internationalen Ansätzen zur Bekämpfung von Landdegradation.

Moderiert wird die Veranstaltung von Lutz Warkalla, Redakteur beim Bonner General-Anzeiger.

Anmeldung zur Veranstaltung per E-Mail an bonn-welt@giz.de

Die Veranstaltung ist live im Internet auf der Plattform „Periscope“ zu verfolgen. Den Link finden Sie kurz vorher am Tag der Veranstaltung im Twitter-Kanal der GIZ: https://twitter.com/giz_gmbh  

Eröffnung der Ausstellung: BODEN. GRUND ZUM LEBEN.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Boden. Grund zum Leben.“ von li nach re: Dr. Stefan Schmitz (Beauftragter der SEWOH, BMZ); Gabriele Klingmüller, Bürgermeisterin der Stadt Bonn; Professor Dr. Maximilian Weigend (Direktor der Botanischen Gärten der Uni Bonn); Louise Baker (UNCCD); Walter Engelberg (Projektleiter SV Desertifikationsbekämpfung); Corinna Voigt (UNCCD). Fotografin: Barbara Frommann

Am Welttag der Desertifikationsbekämpfung (17.6.) eröffnete Dr. Stefan Schmitz (BMZ) die Wanderausstellung im Mittelmeerhaus der Botanischen Gärten in Bonn - Teil einer innovativen Medienkampagne, mit der das BMZ zum Internationalen Jahr des Bodens 2015 beiträgt.

Boden ist die Grundlage für fast alle unsere Nahrungsmittel. Doch Land- und Bodendegradation bedrohen diese Lebensgrundlage der Menschen – überall auf der Erde: In den letzten 40 Jahren wurde bereits ein Drittel der weltweiten Ackerfläche durch Überweidung, Entwaldung und nicht nachhaltige Bodenbewirtschaftung unbrauchbar gemacht.

Das Motto „Essen ist keine Selbstverständlichkeit. Investiere in gesunde Böden“ („No such thing as a free lunch. Invest in healthy soils“) des diesjährigen Welttages soll die Öffentlichkeit auf den Wert der fruchtbaren Böden und ihre essentielle Rolle für die globale Ernährungssicherung aufmerksam machen.

„Wir müssen den heutigen Hunger auf der Welt überwinden und gleichzeitig dafür sorgen, dass auch künftige Generationen sich ernähren können. Dazu ist es wichtig, die Fruchtbarkeit von "Mutter Erde" zu erhalten. Der Schutz des Bodens ist für die Welternährung ebenso wichtig wie der Erhalt von Süßwasserressourcen und Artenvielfalt", so Schmitz bei der Begrüßung der ca. 100 Gäste im Mittelmeerhaus.

Die Rollup-Ausstellung ist noch bis zum 25. Juni im Mittelmeerhaus zu sehen (10-18 Uhr) und steht danach auch zur Ausleihe zur Verfügung (deutsche und englische Version - auch als DinA0-Poster.)

Sie zeigt, welch ein wertvoller aber fragiler Schatz die Böden der Welt sind und arbeitet die enge Verbindung von Mensch und Boden heraus, im heimischen wie im entwicklungspolitischen Kontext; mit pointierten Informationen zeigt sie Problematik und Lösungswege rund um die Ressource Boden auf.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:  silke.hertrich@no-spam.giz.de

Impressionen

 

Datenbank zu nachhaltigem Landmanagement

WOCAT (World Overview of Conservation Approaches and Technologies) ist ein globales Netzwerk für den Wissensaustausch und für den Entscheidungsfindungsprozesse zu Fragen des nachhaltigen Landmanagements, das seit 1992 existiert. Mittlerweile enthält die Plattform einen riesigen Wissens- und Erfahrungsschatz über Technologien und Ansätze zu nachhaltigem Landmanagement und stellt sie nutzerfreundlich bereit.

Seit 2014 ist WOCAT von der VN-Konvention zur Desertifikationsbekämpfung UNCCD als offizielle Datenbank anerkannt.

WOCAT ist  im Internet verfügbar unter www.WOCAT.net  und bietet:

 

  • eine globale interaktive Datenbank für Suche, Austausch und Dokumentation von wirksamen Ansätzen und Technologien,
  • Unterstützung bei Training, Forschung und Umweltbildung,
  • Werkzeuge zur Erfassung und Kartierung von Landdegradation auf lokaler und regionaler Ebene,
  • standardisierte Werkzeuge und Entscheidungshilfen zur Bewertung und Dokumentation von Förderansätzen und Technologien,
  • Bücher, Handbücher, Broschüren und Videos zum Thema Nachhaltige Landbewirtschaftung
  • Karten zu Degradation von Landressourcen

2015 - Internationales Jahr des Bodens

Kampagnenlogo Boden. Grund zum Leben.

Böden sind eine nahezu nicht erneuerbare Ressource. Jede Minute wird auf der Erde die Fläche von ca. 30 Fußballfeldern an fruchtbaren Böden zerstört oder massiv geschädigt. Dabei brauchen wir genau diese biologisch aktiven und gesunden Böden für die Erzeugung unserer Lebensmittel. Bodenverlust nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an, nicht nur in Entwicklungs-, sondern auch in Schwellen- und Industrieländern.

Von den Vereinten Nationen wurde das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen.

Kommunikationskampagne zum Internationalen Jahr des Bodens

Und auch Deutschland wird aktiv: Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine deutschlandweite Medienkampagne durch, um das Thema Boden in der öffentlichen Wahrnehmung stärker zu verankern.

Auf der Website   www.grund-zum-leben.de  findet man umfassende Informationen rund um das Thema Boden, öffentlichkeitswirksame Aktionen und Termine sowie Informationen für die Presse.