Faktensammlung: Dürren

Der Begriff Dürre bezeichnet eine über mehrere Jahre andauernde Trockenheit (Unterschreitung der langjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge in einer Region). Dürren gehören in den Randgebieten der Wüsten, den Steppen und Savannen aufgrund der von Natur aus hohen Niederschlagsvariabilität zum ganz normalen Klimageschehen. Im Maghreb sind beispielsweise innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren durchschnittlich drei Jahre von Dürre geprägt.

 

Die Folgen naturbedingter Dürren führen erst dann zu menschlichen Katastrophen, wenn Dürrekrisen, die sich in fragilen Ökosystemen ereignen, auf Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme mit geringer Dürreresistenz treffen. D.h., daß die betroffene Bevölkerung aufgrund von Armut, mangelhafter Bildung, etc. nicht angemessen auf solche Ereignisse reagieren kann.

 

 

(Quelle: H.-G. Bohle in Plate, E.J. und Merz, B.: Naturkatastrophen, Stuttgart 2001).

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Zwischen 1971 und 2000 von Dürren betroffene Bevölkerung (UNEP/GRID Arendal 2002)